Systemische Prozessarbeit

Nach vielen Jahren der Erfahrung mit dem «Systeme Stellen» habe ich eine Methode entwickelt die ich «Systemische Prozessarbeit AC» nenne. Sie beinhaltet die Verbindung verschiedener Methoden und meine daraus hervorgegangenen eigenen Erkenntnisse und Bezüge im «humanistisch psychotherapeutischen Geist».

Dabei geht es um Arbeit an der heilenden Lösung in Familien, Teams und Organisationen durch Neuordnen des Systems, Lösen von Bindungen, Ablösung aus Verstrickungen und Neuausrichtung.

Ich setze die Systemische Prozessarbeit ein als diagnostisches wie auch als therapeutisches, heilendes Mittel, wenn der psychotherapeutische Prozess stagniert, wenn deutlich wird, dass es sich um eine systemische Phänomenologie handelt oder wenn ein zusätzlicher Impuls notwendig wird.

Ein Seminar für Systemische Prozessarbeit zeigt dem Klienten einen Lösungszugang auf, wenn

// es sich um eine anhaltende, nicht veränderbare Blockade handelt

// man wiederholt an demselben Punkt steht

// in derselben Situation im Leben immer wieder dieselben «Dinge» geschehen

// unveränderbare Wiederholungen immer wieder auf die gleiche unglückliche Art und Weise stattfinden

// auch nach längerer Persönlichkeitsarbeit (Therapie) noch immer der Eindruck von Unfreiheit empfunden wird

// Beeinträchtigung und/oder Leiden unter einer chronischen Symptomatik, Krankheit, schweren Schicksalsschlägen… vorhanden ist

Das Symptom ist eine Korrektureinladung und bringt auf der körperlichen, psychischen und geistigen Ebene etwas an die Oberfläche, das im Selbstsystem und Systemkörper (Ursprung- und Jetzt-Beziehung) wirkt.

Die Systemische Aufstellungsarbeit steht nur den Klientinnen und Klienten meiner Praxis zur Verfügung. Im Therapie-Prozess entscheiden wir gemeinsam, wann eine Aufstellungsarbeit Sinn macht.

Neu Interessierte müssen sich vorab für einige Therapiesitzungen entscheiden sowie für eine Nachbesprechung der Aufstellungsarbeit.


Hintergrundwissen

Neben jedem formellen System, ob es sich um eine Familie, ein Team oder eine Organisation handelt, existiert immer auch ein unsichtbares, informelles System. Es stellt eine andere Ebene dar, die oft mächtiger ist als die offizielle. Sie wirkt im Hinter- und Untergrund und wird meistens als Störung erlebt. Jedem System liegt eine Ordnung zugrunde, die beachtet sein will. Bei Nichtbeachtung der Ordnung treten Widerstände und Störfelder auf.

Familien sind von der Alters- oder Rangordnung her strukturiert. Es steht dem, der zuerst da gewesen ist, der erste Platz zu. Organisationen sind doppelt strukturiert, nämlich von der Altersordnung und Funktion her.

Die unsichtbaren Verbindungen und deren Einflüsse werden durch die Inszenierung des Systems, sei es unter Einbezug von Stellvertretern oder stellvertretenden Materialien, sichtbar gemacht und zur Lösung und Heilung herausgearbeitet.

Ablauf der Systeme-Stellens

// Verdichtung des Konfliktinhalts durch Formulieren des Anliegens/Symptoms

// Sichtbarmachung des Symptoms und dessen Verknüpfung mit dem jeweiligen eigenen Überlebenskonzept

// Erkennen der Bühne im Jetzt und dem, was sich im Hintergrund auf der unbewussten Matrix abspielt und damit verknüpft ist

// Erkennen der daraus erfolgten Verwechslung, Verschiebungen wie Ohnmacht, Hilflosigkeit usw.

// Ablösung der alten Struktur durch Loslösung des alten Konzepts oder Verständnisses

// Lösung/Erlösung aus der alten Struktur

// Heilung benötigt Zeit